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Schokolade…darf man das noch?

In den letzten Jahren gab es einen regelrechten Boom an Ernährungstrends. Paleo, Detox oder Clean-Eating – wir probieren einiges aus, um einen gesunden Lifestyle zu leben. Doch sind alle Trends in Sachen Ernährung wirklich gesund? Hier ein paar der Trends unter der Lupe.

Bald ist wieder Sommer – die Zeit, in der wir uns am meisten mit unserer Ernährung beschäftigen, denn schließlich möchten wir alle eine gute Figur im Bikini machen. Ähnlich wie in der Mode, gibt es auch beim Essen fast jeden Monat einen neuen Trend. Aktuell sind „Frei von – Lebensmittel“ sehr beliebt. Auch immer mehr Menschen, die an keinerlei Unverträglichkeit leiden, greifen zu Gluten freien oder Laktose freien Produkten – weil es angeblich gesund ist. Der gesunde Lifestyle und die ausgewogene Ernährung gehören mittlerweile zum täglichen Leben dazu. Mit Hashtags #cleaneatig oder #strongnotskinny wird das angeblich gesunde Leben zur Schau gestellt und zelebriert. Die Besessenheit von gesunder Ernährung und Fitness nennt sich übrigens Orthorexia Nervosa.

Paleo – Willkommen in der Steinzeit

Paleo zählt zu einem der Ernährungstrends 2015. Diese Art der Ernährung ist ein Konzept, das davon ausgeht, dass sich der menschliche Körper seit der Steinzeit nicht weiterentwickelt hat und deshalb auch keine Lebensmittel wie Zucker, Milch oder Getreide verdauen kann. Am Speiseplan stehen viel Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Nüsse. Ernährungswissenschaftlern zufolge ist eine paläolithische Ernährung jedoch alles andere als gesund. Auf Dauer fehlen dem Körper wichtige Ballaststoffe und Kalzium, das gerade für unsere Knochen sehr wichtig ist.

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Bei Paleo nicht erlaubt: Brot, Zucker und Milch.

Clean Eating – reine Sache

Clean-Eating, also reines oder sauberes Essen, ist ein Trend aus den USA. Als Pionierin gilt die Ernährungsberaterin Tosca Reno. Bei diesem Food-Trend geht es darum, nur naturbelassene Lebensmittel zu essen. Als Faustregel gilt deshalb: alles, was eingeschweißt oder in Plastik verpackt ist, kommt nicht auf den Teller. Es geht um einen bewussten Umgang mit dem Körper und der Umwelt. „Bewusst“ scheint das Schlagwort dieses Trends zu sein. Möglicherweise findet er auch deshalb so viele Anhänger. Ein nachhaltiger Lebensstil, nachhaltige Kleidung und Kosmetik scheinen zurzeit Hochsaison zu haben. Beim Clean-Eating gibt es ein paar Regeln, die zu beachten sind. Zucker und Kochsalz sollten reduziert werden. Auf Alkohol sollte gänzlich verzichtet werden. Die Ernährungsberaterin Tosca Reno schlägt außerdem vor, statt drei großer Mahlzeiten lieber sechs kleine zu sich zu nehmen. Grundsätzlich ist an diesem Trend nichts auszusetzen. Das Konzept an sich ist jedoch gar nicht so neu. Sauber zu essen bedeutet schlicht und einfach, mehr Lebensmittel aus biologischem Anbau zu essen und auf künstliche Zusätze zu verzichten. Schon seit einigen Jahren gibt es diese Bio-Bewegung, die Menschen dazu bringen soll, mehr regionale und saisonale Produkte zu kaufen. Mit schicken Werbeslogans wird dieser Trend einfach neu verpackt.

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Bei Clean-Eating wird auf Fertig-Produkte verzichtet.

Detox-Kur – Entsaften

Kaum ein Wort ist im Zusammenhang mit Ernährung in letzter Zeit in den Medien so oft gefallen wie Detox.  Es gibt unzählige verschiedene Varianten von Detox, also Entgiftungskuren. Die neueste ist das sogenannte Souping. Hierbei wird gänzlich auf feste Nahrung verzichtet und die Ernährung komplett auf Säfte und Suppen umgestellt, um den Körper zu entschlacken. Fettiges und deftiges Essen vergiften unseren Körper angeblich. Von diesen Giften können uns Detox-Kuren befreien – heißt es zumindest auf den Verpackungen diverser Entgiftungs-Produkte. Ernährungswissenschaftler können dies jedoch nicht bestätigen. Alle Gifte, die durch Nahrungsaufnahme in unseren Körper gelangen, werden von Nieren, Leber und dem Verdauungstrakt wieder ausgeschieden. Das heißt, dass es gar keine Saft-Kuren braucht, um den Körper einmal durchzuspülen. Detox-Kuren können unserem Körper sogar schaden. Durch die rein flüssige Ernährung ist man oft unterzuckert und bekommt starke Kopfschmerzen.

Detoxen mit Saft oder Tee ist gerade bei Frauen sehr beliebt.

Detoxen mit Saft oder Tee ist gerade bei Frauen sehr beliebt.

Ausgewogen – auf die Menge kommt es an

Was ist denn nun die richtige Ernährung? Eine genaue Antwort auf diese Frage gibt es wahrscheinlich nicht. Ernährungsexperten und Diätologen würden am ehesten eine ausgewogene Ernährung empfehlen. Die erfreuliche Nachricht hierbei ist, dass man nicht unbedingt komplett auf gewisse Nahrungsmittel verzichten muss. Hin und wieder Schokolade ist also okay – solange es in Maßen ist. Zu hoher Konsum an Fett und Zucker kann oft der Grund für Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Depressionen sein. Zudem können erhöhte Blutfettwerte Auslöser für Herz-, Nieren- oder Leber-Erkrankungen sein. Der Grundsatz, den uns schon unsere Großmütter gepredigt haben, immer ausreichend Obst und Gemüse zu essen, sollte deshalb eingehalten werden. Es gilt also: Nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern eben ausgewogen.

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Ausgewogen: von allem ein bisschen und nicht zu viel.

 

 

Essen der Zukunft

Wie schon die Ernährungstrends des Jahres 2015 zeigen, wird unsere Ernährung weiter in Richtung „gesund“ gehen. Ressourcen zu schonen und gesünder zu leben, ist bei den meisten Menschen die Motivation, ihre Ernährung umzustellen. Laut einer Zukunftsstudie des Nestle-Konzerns wird sich unsere Ernährung immer weiter in diese Richtung entwickeln.

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