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Wenn Geld zum Beziehungskiller wird…

Geld regiert die Welt. In Beziehungen kann es ebenfalls zu einem großen Thema werden. Wann Geld ein echter Beziehungskiller ist und wie man am besten mit dem Partner darüber spricht.

Schon am Anfang jeder Beziehung spielt Geld eine Rolle. Wer bezahlt das gemeinsame Abendessen im Restaurant? Die Frau (weil Emanzipation und so), der Mann (weil Gentleman und so) oder teilt man sich die Rechnung? Während es hierbei scheinbar noch um Kleinigkeiten geht, kann es in langjährigen Beziehungen zu gröberen Differenzen beim Thema Finanzen kommen.

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Wer bringt mehr Geld in den gemeinsamen Haushalt und wer gibt mehr davon aus?

Mehr als ein Zahlungsmittel

Geld wird leider nicht immer nur als das gesehen, was es eigentlich ist – nämlich Zahlungsmittel. Viele verknüpfen es mit Status, Macht und Einfluss. Wie Geld gesehen wird, ist auch abhängig vom Geschlecht. Während Männer viel Geld mit viel Macht verbinden, steht es bei Frauen eher für Sicherheit. In Beziehungen kommt es aus diesem Grund oft zu Streitigkeiten. Gerade wenn Männer die Alleinverdiener sind, können sich Frauen unsicher oder nicht ebenbürtig fühlen. Andere Werte wie die Versorgung der Kinder oder die Führung des Haushalts werden meist nicht genug anerkannt. Richtig schwierig wird es, wenn das Einkommen auch noch als Druckmittel eingesetzt wird. Ein Partner bringt möglicherweise weniger Geld in die Beziehung ein oder gibt mehr davon aus. Damit es in der Beziehung fair zugeht, sollte Geld deshalb nicht zwischen den beiden Partnern stehen. Andere Kompetenzen, die der Mann oder die Frau einbringen, müssen ebenfalls anerkannt werden.

Ich Tarzan, du Jane

Noch komplizierter wird es, wenn Männer ein veraltetes Rollenbild pflegen: Der Mann verdient das Geld – ist also der Versorger – und Frauen bleiben zu Hause und kümmern sich um die Kinder und den Haushalt…oder verdienen zumindest nicht so viel wie der Mann. Im Jahr 2016 sollte es nicht mehr zum Streit führen, wenn Frauen mehr verdienen als ihr Partner. Trotzdem fühlen sich einige Herren der Schöpfung noch immer bedroht, wenn Frau das Auto, den Urlaub und die Rechnungen bezahlt. Wenn Frauen das finanzielle Überleben sichern, weil das Geld ohnehin knapp ist, kann es beim Partner zu Versagensängsten führen. Doch nicht nur Männer sind mit solchen Ängsten konfrontiert. Auch bei Frauen führen große Einkommensgefälle innerhalb der Partnerschaft zu Ängsten und Minderwertigkeitsgefühlen. Dieser Umstand kann zwei Ursachen haben. Zum einen die Verknüpfung von Geld mit Macht, zum anderen spielen auch soziale und kulturelle Hintergründe eine Rolle. Männer aus stark patriarchalischen Kulturen neigen eher dazu, ein Problem damit zu haben, wenn Frauen mehr verdienen.

Über Geld spricht man nicht

Wie oft hört man diesen Satz? Dennoch wird Geld leider immer wieder zu einem zu großen Thema. Ist es in der Beziehung so, sollte man es unbedingt ansprechen. Viele Paare neigen dazu, nicht über Geld und Finanzen zu sprechen, weil es ein unangenehmes Thema ist. Gerade wenn das Geld innerhalb der Beziehung knapp ist, versuchen die Partner, so wenig wie möglich darüber zu kommunizieren. Die andere Variante – nämlich, dass Geld ständig zum Thema gemacht wird – gibt es aber leider auch viel zu oft. Einem Partner wird zum Beispiel andauernd vorgeworfen, warum er nicht die gleichen finanziellen Mittel aufbringt oder warum er nur Geld ausgibt, aber keines in die Beziehung einbringt. Hier ist viel Konfliktpotential gegeben.

Reden, reden, reden

Der Schlüssel zum Erfolg ist die gelungene Kommunikation auf Augenhöhe. Geld darf innerhalb einer Beziehung kein Tabuthema werden. Fühlt man sich vom Partner wegen seines Einkommens unter Druck gesetzt, sollten diese Gefühle auch angesprochen werden. Helfen kann es auch, wenn man von Anfang an über Einstellungen und Sichtweisen zum Thema Geld und finanzielle Mittel spricht. Geld sollte nie als Druckmittel oder als Symbol für Macht angesehen werden, denn Geld ist nicht das Wichtigste in einer Beziehung (und auch außerhalb einer Beziehung nicht;)).

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